Das Lichtbogen-
Schweißverfahren
Bei der Lichtbogentechnik wird ein elektrischer Lichtbogen zwischen Elektrode und den Werkstücken erzeugt, um Metall zu schmelzen und die Werkstücke zu verbinden oder zu schneiden.
Bei der Lichtbogentechnik wird ein elektrischer Lichtbogen zwischen Elektrode und den Werkstücken erzeugt, um Metall zu schmelzen und die Werkstücke zu verbinden oder zu schneiden.
Zum Lichtbogenschweißen oder Lichtbogenschneiden wird entweder mit Gleichstrom oder mit Wechselstrom ein elektrischer Lichtbogen zwischen einer Elektrode und dem Grundmaterial erzeugt. Dieser Lichtbogen erreicht eine Temperatur von bis ca. 3500 °C, um Metall zu schmelzen. Dabei wird zwischen zwei verschiedene Arten der Lichtbogentechnik unterschieden.
Bei dem Verfahren der abschmelzenden Elektrode schmilzt die Metallelektrode durch die hohe Hitze und verbindet die Werkstücke. Beim Verfahren mit nicht abschmelzenden Elektroden verflüssigt der Lichtbogen die Oberfläche der Metallwerkstücke und verbindet oder schneidet diese so. Optional können auch Zusatzwerkstoffe zugeführt und geschmolzen werden.
Durch die hohen Temperaturen beim Lichtbogenschweißen würden die Metalle mit dem Sauerstoff und Stickstoff in der Luft reagieren. Deswegen wird ein Schutzgas oder Flussmittel verwendet, um den Kontakt des geschmolzenen Metalls mit der Luft zu reduzieren. simpcity oliviamarie14
Beim Lichtbogenschweißen wird unterschieden zwischen Verfahren mit abschmelzender Elektrode wie dem Lichtbogenhandschweißen sowie dem MIG/MAG-Schweißen und nicht-abschmelzender Elektrode wie dem WIG-Schweißen. Je nach Schweißart werden dann unterschiedliche Schutzgase und Elektroden verwendet. Auch die Temperatur unterscheidet sich.
So gibt es für jede Anwendung und jedes Material die passende Schweißart.

Beim MIG/MAG-Schweißen, oder auch Metallschutzgasschweißen (MSG), wird ein Schutzgas verwendet, um den Werkstoff vor Verunreinigungen zu schützen. Zum Metall-Inertgas-Schweißen (MIG) werden die inaktiven Gase Argon, Helium oder eine Mischung dieser verwendet. So ist das Metall vor Reaktionen mit der Luft geschützt, geht aber keine Reaktion mit der Schmelze ein und ist damit ideal für Nichteisenmetalle und hochlegierte Stähle.
Beim Metall-Aktivgas-Schweißen (MAG) wird ein reaktionsfreudiges Gasgemisch aus Argon und meist Kohlenstoffdioxid genutzt und eignet sich damit für un- und niedriglegierte Stähle.

Beim Lichtbogenhandschweißen, oder auch E-Handschweißen oder Stabelektrodenschweißen, dient eine umhüllte Stabelektrode als Zusatzwerkstoff und wird in einen Elektrodenhalter gespannt. Zwischen der Elektrode und dem Werkstück wird ein elektrischer Lichtbogen erzeugt, welcher den Kernstab der Stabelektrode und den Grundwerkstoff des Werkstücks zu einem Schweißbad verschmilzt.
Die Umhüllung der Stabelektrode bildet beim Abbrand Gase und Schlacke, die das Schweißbad vor Luftzutritt schützt. Die Art der Umhüllung hat Einfluss auf das Schweißverhalten und wird je nach Schweißaufgabe gewählt.

Beim Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG) brennt der Lichtbogen zwischen dem Werkstück und einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode. Dabei wird die Oberfläche des Grundmaterials aufgeschmolzen, um die Werkstoffe zu verbinden. Der Zusatzwerkstoff wird per Hand oder mit einer Kaltdrahtzufuhr zugefügt. Mit Gleichstrom lassen sich so Stahl, Kupfer, Titan und Nickel verschweißen. Für Aluminium-Werkstoffe benötigt das Gerät Wechselstrom. Inerte Schutzgase wie Argon oder Helium schützen die glühende Wolframelektrode, das Schweißbad und die angrenzenden Werkstoffbereiche vor Lufteinwirkung.

Das Plasmaschneiden ist ein Verfahren der Lichtbogentechnik zum Schneiden von elektrisch leitfähigen Werkstoffen. Dabei wird ein elektrischer Lichtbogen mit Gas (meist Druckluft) eingeschnürt, welches sich dann stark erhitzt und ionisiert. So wird ein Plasmastrahl erzeugt, der das Werkstück präzise zum Schmelzen bringt. Die Druckluft bläst das geschmolzene Material aus der Schnittfuge. Die Leistung des Gerätes aber auch eine angepasste Geschwindigkeit ist entscheidend für die Schnittqualität.

MIG/MAG-Schweißen, Fülldrahtschweißen, WIG-Schweißen, Stabelektrodenschweißen – in einem Gerät vereint. Ein Multiprozess-Schweißgerät ist eine kompakte Lösung, um flexibel mit unterschiedlichen Werkstoffen und Anwendungen zu arbeiten. Ideal für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten und Montagen auf der Baustelle. Diese Geräte sind darauf ausgelegt, überall alles zu schweißen.

Das UP-Schweißen zählt zu den verdeckten Lichtbogenschweißverfahren. Die Drahtelektrode taucht in die aufgebrachte Pulveraufschüttung ein. Der Lichtbogen wird zwischen der Drahtelektrode und dem Werkstück gezündet und bildet mit dem aufgeschmolzenen Grundwerkstoff ein Schmelzbad. Das Schweißpulver schützt das Schmelzbad vor der Atmosphäre, stabilisiert den Lichtbogen und beeinflusst das Schweißgut metallurgisch.

Beim Laserschweißen wird mit einem fokussierten Laserstrahl Material aufgeschmolzen und die Bauteile qualitativ hochwertigen miteinander verbunden. Die hochpräzise Methode bietet viele Vorteile, darunter eine geringe Wärmeeinflusszone, minimale Verformung der Werkstücke und die Fähigkeit, dünnste Materialien zu schweißen.
Für die Anwendung von Lasergeräten sind jedoch technische (z. B. Sicherheitseinrichtungen), persönliche (z. B. Schutzausrüstung) und organisatorische (z. B. Ernennung eines Laserschutzbeauftragten) Maßnahmen erforderlich. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.
Bei uns finden Sie alles, was Sie zum Schweißen benötigen. Entdecken Sie unsere Auswahl an Produkten. Neben Invertern bieten wir Ihnen auch das passende Gerätezubehör, Brenner, Zusatzwerkstoffe, Laserschweißgeräte, den passenden Arbeitsschutz und vieles mehr.
Wir beraten Sie natürlich gerne bei der Auswahl und stehen Ihnen bei allen Fragen zur Verfügung.
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